Mieter zahlt nicht – was Vermieter jetzt tun sollten
Die richtigen Schritte entscheiden, ob sich der Vorgang Wochen oder Monate verzögert.
Soforthilfe anfragenkurze Ersteinschätzung möglich • kein Verwalterwechsel erforderlich
Direktantwort
Bleibt die Miete aus, dürfen Vermieter nicht einfach abwarten oder eigenständig Druck ausüben. Das Gesetz verlangt eine bestimmte Reihenfolge aus Mahnung, Fristsetzung und ggf. Kündigung (§§ 543, 569 BGB). Bereits kleine Formfehler können dazu führen, dass sich ein Verfahren erheblich verzögert.
Deshalb ist es sinnvoll, die nächsten Schritte vorab zu strukturieren.
Typische Situationen
Viele Vermieter melden sich bei uns mit folgenden Fällen:
- Mieter zahlt seit einem oder zwei Monaten nicht
- Teilzahlungen ohne Absprache
- Ausreden oder Funkstille
- Jobcenter zahlt nicht mehr
- Rückstände steigen langsam an
- Unsicherheit, ob schon gekündigt werden darf
- Angst vor langem Räumungsverfahren
Das eigentliche Problem ist meist nicht der erste Monat — sondern der falsche Umgang danach.
Rechtliche Grundlagen
Das Mietrecht sieht klare Eskalationsstufen vor:
- Zahlungsrückstand entsteht: Noch keine Kündigung möglich, aber Vorbereitung wichtig.
- Erheblicher Rückstand (i. d. R. zwei Monatsmieten): Fristlose Kündigung möglich (§ 543 BGB).
- Heilungsmöglichkeit des Mieters: Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Mieter nachzahlen (§ 569 BGB).
- Räumungsklage: Erst danach kann eine Räumung erfolgen.
Fehler in der Reihenfolge führen häufig dazu, dass der gesamte Prozess wieder von vorne beginnt.
Häufige Fehler
In der Praxis entstehen Verzögerungen meist durch:
- falsche Mahnformulierung
- zu frühe oder zu späte Kündigung
- fehlende Dokumentation
- unklare Forderungsaufstellung
- falsche Kommunikation mit dem Mieter
- widersprüchliche Aussagen
Oft gehen dadurch mehrere Monate verloren.
Wie wir unterstützen
Wir helfen zunächst dabei, die Situation zu ordnen:
- Sachlage einschätzen
- nächsten sinnvollen Schritt bestimmen
- Kommunikation vorbereiten
- weitere Optionen erklären
Ziel ist nicht sofort ein Verfahren, sondern eine sinnvolle Strategie.
Typischer Ablauf
- Sie schildern kurz den Fall
- Wir geben eine Ersteinschätzung
- Sie entscheiden über das weitere Vorgehen
Viele Fälle lassen sich bereits frühzeitig klären, wenn strukturiert vorgegangen wird.
Jetzt Kontakt aufnehmen!
Sie müssen uns keine Unterlagen vorbereiten. Eine kurze Beschreibung reicht für eine erste Orientierung.
Soforthilfe anfragenFAQ
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Welche Schritte sollte ich unternehmen, wenn der Mieter nicht zahlt?
- Zahlung prüfen: Zunächst sollte geprüft werden, ob tatsächlich ein Rückstand vorliegt (z. B. Teilzahlung, falsche Zuordnung oder verspätete Überweisung).
- Kontakt aufnehmen: Oft handelt es sich zunächst um ein Versehen oder kurzfristiges Problem. Eine kurze schriftliche Nachfrage schafft Klarheit und dokumentiert den Vorgang.
- Rückstand dokumentieren: Alle offenen Beträge sollten sauber aufgelistet werden (Monat, Betrag, Nebenkostenanteile). Diese Aufstellung wird später benötigt.
- Zahlungsaufforderung senden: Der Mieter wird nachweisbar zur Zahlung aufgefordert. Dabei sollten Frist und Betrag eindeutig formuliert sein.
- Kündigung prüfen: Erst bei ausreichendem Rückstand kann eine Kündigung zulässig sein. Hier kommt es auf die genaue Höhe und Zusammensetzung der Forderung an.
- Weitere Schritte vorbereiten: Bleibt die Zahlung aus, kann anschließend über weitere Maßnahmen entschieden werden.
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Abschluss
Je früher die richtigen Schritte erfolgen, desto geringer ist meist der Aufwand. Sie entscheiden danach selbst, wie Sie weiter vorgehen möchten.
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